Chronik

Gründungsgeschichte

Dem Beispiel der Nachbarorte Marmagen, Schmidtheim, Dollendorf und Freilingen folgend, machten sich 1928 die Herren Karl Schmidt und Heinrich Cremer erste Gedanken, auch in Blankenheimerdorf eine Fußballmannschaft zu bilden. Im Winter 1928/29 traf man sich des Öfteren mit Interessenten im damaligen Haus Heinen, den meisten von uns unter dem Namen „Konsum“ bekannt. Die Herren Schmidt und Cremer waren es dann auch, die zum 30. April 1929 alle fussballinteressierten Männer aus Blankenheimerdorf zu einer Gründerversammlung in die alte Schule einluden. Das Interesse am Fußball war in Blankenheimerdorf so groß, dass sich bedeutend mehr Männer eingefunden hatten, als für eine Elf benötigt wurden. Die Initiatoren wussten sich zu helfen und gründeten zwei Mannschaften. Der ersten Garnitur, die in den Farben schwarz-rot spielte, gehörten Männer der ältern Jahrgänge an. Die jüngeren Sportler waren in der zweiten Mannschaft (Trikot: grün-weiß) aktiv

In der Gründerversammlung beschloss man, sich der der Deutschen-Jugendkraft anzuschließen, und wählte als weiteren Vereinsnamen Arminia. Dieser Versammlung wohnten auch der damalige Lehrer Herr Leujene, sowie der Pfarrer des Dorfes Herr Pfarrer Doktor Doktor Heinrich Lohmann bei. Beide engagierten sich damals sehr stark – und leisteten in den ersten Jahren die Geschicke des Vereins. Als geistlicher Beirat und Präses gehörte Pfarrer Dr. Dr. Heinrich Lohmann dem Vorstand an.  Karl Schmidt der aus Soest (Westphalen) zugezogen war, fungierte aufgrund seiner erworbenen Fußballkenntnisse als Spielertrainer und Schiedsrichter. Die Trikots mussten von den einzelnen Spielern selbst bezahlt werden. Da zu nachmittäglichem Spiel untereinander nur selten ein Lederball zur Verfügung stand, behalf man sich oft mit einem mittels Kordel zusammengebundenen Lumpenbündel, das als Spielobjekt diente. Anfangs wurde in Straßenschuhen gespielt. Später wählte man, wie die Nachbarvereine, Sonntagshalbschuhe.

Die ersten Begegnungen trug man gegen die Seniorenmannschaften aus Schmidtheim, Marmagen, Dollendorf, Freilingen, Kall und Urft aus. Die Heimspiele fanden auf dem damaligen Sportplatz “ Am Wegweiser“ (Nähe Küchenberg) statt. Im Gründungsjahr 1929 wurde nach dem olympischen Motto „Dabei sein ist wichtiger als siegen“ gespielt. Da die gegnerischen Mannschaften mehr Erfahrung hatten, gingen die meisten Spiele recht hoch verloren. Nur sehr ungern erinnerte sich Mitbegründer Wilhelm Eich an ein 0:16 in Sötenich, wo die Dörfer Mannschaft einfach kein Tor gelang, obwohl die Kameraden aus Sötenich schon mithalfen und dem Gast aus Blankenheimerdorf gerne ein Ehrentor gegönnt hätten.

 

Nach der Vereinsgründung bis zur Auflösung 1941 (2.Weltkrieg)

Obwohl der Spielbetrieb noch in den Kinderschuhen steckte, wurden aus dem DJK-Team der Verteidiger Peter Pickartz für die A-Kreisauswahl, sowie Heinrich Friesen und Johann Friederichs (Berbe) für die B-Kreisauswahl berufen. Der zweiten Mannschaft gehörten in den Jahren 1929 bis 1931 unter anderem Josef Rosen, Willi Schrage, Fritz Schlemmer, Jakob Friederichs (Klobbe) und Josef Friederichs (Klobbe) an. Doch nicht nur Fußball wurde in dieser Zeit bei der DJK Arminia betrieben. So waren es mehrere Kameraden aus der 1. und 2. Mannschaft, die sich aktiv, neben dem Fußball der Leichtathletik widmeten.  Die Leichtathleten und die Fußballer konnten dann ihr Können unter Beweis stellen, als 1930 das 1. Sportfest in Blankenheimerdorf veranstaltet wurde. Viele Gastvereine aus nah und fern, sowie alle Ortsvereine waren der Einladung des Jugendsportvereins gefolgt.

Mit der Regierungsübernahme der Nationalsozialisten löste sich die DJK 1934 vorübergehend auf. Der Spielbetrieb ruhte bis 1935, ehe sich aus der Hitlerjugend wieder eine Juniorenmannschaft bildete. Als Spielkluft dienten die alten Trikots der Gründermannschaften mit dem DJK-Abzeichen. Schon nach dem ersten Spiel – erinnerten sich die Kameraden Willi Nelles und Johann Uedelhofen – wurde das Tragen der DJK-Abzeichen verboten. Die Jugendlichen mussten alle Abzeichen von ihren Trikots entfernen. Von 1935 bis 1941 stellte Blankenheimerdorf die einzigste Jugendmannschaft im Oberahrbezirk. Dadurch bedingt musste man weite reisen – meist mit dem Fahrrad – nach Kall, Strempt, Mechernich, Reifferscheid, Sötenich, Urft und Hellenthal antreten.

Betreut wurden die jungen Leute vom Gründer Karl Schmidt und dem Mitbegründer Heinrich Friesen, die auch die Schiri-Leitung der Spiele übernahmen. Später war dann Johann Friederichs (Klobbe) als Trainer und Schiedsrichter tätig.  Das letzte Spiel wurde Anfang 1941 gegen eine Mannschaft des Fliegerhorstes, die zu der Zeit auf dem Flugplatz in der Nähe des Gutes „Altenburg“ stationiert war, ausgetragen. Da es bis zum Sportplatz „Am Wegweiser“ zu weit war, fand das Spiel „Auf dem Säel“ statt. Nachdem die Mannschaft des Fliegerhorstes in Rückstand geriet, kam es zu einem heftigen Streit, sodass beide Mannschaften unter Polizeischutz vom Platz geleitet wurden.

 

1946 bis 1950

Kurz nach dem Krieg war es Kurt Schröder, der interessierten Fußballer des Dorfes zu einer Vollversammlung einlud. Kurt Schröder wurde auch zum 1. Vorsitzenden gewählt. Ihm zur Seite standen Leo Schmitz als 2. Vorsitzender und Hanni Üdelhoven als Kassenwart. 1947 löste Leo Schmitz Kurt Schröder als 1. Vorsitzenden ab. Zum 2. Vorsitzenden wählte man Hanni Üedelhoven. Die Kassengeschäfte wurden von Michael Schmitz übernommen. Kurt Schröder übernahm den Posten des Schriftführers. Der Verein spielte unter dem Namen Arminia, da die im 3. Reich verbotene DJK bundesweit noch nicht neu aktiviert war. Johann Friederichs (Klobbe) übernahm 1949 den Vorsitz. Ihm zur Seite standen die bewährten Männer Leo Schmitz, Michael Schmitz und Hanni Üedelhoven. Die 1. Mannschaft war zu dieser Zeit in der 2. Kreisklasse des Oberahrbezirks vertreten.

 

1951 bis 1971

Nachdem man am 20. Oktober 1951 die verbotene DJK wieder neu ins Leben berufen hatte, galt es schnellstens eine turnerische und sportliche Betätigung für die Jugend möglich zu machen. So wurden für den Winter 1951/52 Turnabende im Saale Friesen geplant.  Um auch dem fußballfreudigen DJK-Sportlern Gelegenheit zum Fußballspiel zu geben, nahm man mit der Gemeinde Verhandlungen auf, um die Sportanlage „Auf dem Stein“, die unvermessen und uneben war, für den Spielbetrieb wieder herzurichten. In Eigeninitiative ging die Sportgemeinschaft ans Werk. Unter Präses Pastor Plüme, den man im Januar 1953 in Blankenheimerdorf eingeführt hatte, begann man im gleichen Jahr mit dem Bau des Jugendheimes. Leider verschied Pastor Plüme im August 1953. Für die DJK-Arminia war dies ein schmerzlicher Verlust. Dem Aufruf des Kirchenvorstandes, den Bau des Jugendheimes fortzusetzen, folgte die DJK-Gemeinschaft gerne.  Im Jahr 1954 waren die Leichtathleten der Arminia stolz, eine sportliche Großveranstaltung durchzuführen zu können. Der westdeutsche Leichtathletikverband verpflichtete die DJK, die Kreiswaldlaufmeisterschaften durchzuführen.

Nachdem die Gemeinde DM 1000,00 zum Bau des neuen Sportplatzes zur Verfügung gestellt hatte, galt es jetzt mit ganzer Kraft den Sportplatz für die Veranstaltung fertig zu stellen.  Am 23. Mai 1954 war es dann soweit. Unter Mitwirkung des Musikvereins und des Spielmannszuges fanden die Kreiswaldlaufmeisterschaften statt. Diese Veranstaltung bildete einen ausgezeichneten Rahmen und damit verbundene Platzeinweihung. 130 Sportler nahmen an der Großveranstaltung teil und die DJK zählte annähernd 300 Zuschauer. Mit Bedauern mussten die Sportler der Arminia hinnehmen, dass der Vorsitzende Herr Lehrer Hahn, durch seinen Beruf bedingt, an einen anderen Ort versetzt wurde.  Fortan wurde der Verein in Folge von Toni Wolff, Wilhelm Nelles, Michael Schmitz, Otto Breuer, Manfred Barth und Matthias Junker geführt. In den folgenden Jahren wurde vorwiegend Fußball im Verein betrieben. Beachtliche erfolge erzielte Mitte der 50er Jahre die Jugendmannschaft der Arminia. Mit Stolz können wir hier berichten, dass die Mannschaft 1957 und 1958 Oberahrbezirksmeister wurde.

 

1971 bis 1989

Doch bereits im Frühjahr 1971 wurden die Weichen wieder für den Seniorenfußballbetrieb gestellt, als die sporttreibenden Seniorenspieler Arthur Bertram, Erwin Schmitz und Günther Uedelhoven eine Idee verwirklichten und ein Spiel „Kölschtrinker“ gegen „Pilstrinker“ vorbereiteten. “ Aus dieser Sache kann man mehr machen“ meinte der in dem Kreis weilende Hans Klaßen, der sich noch gut an Wiesenfeste aus früheren Jahren erinnerte. Das war die Geburtstunde der Interessengemeinschaft „Für os Pänz“, deren Aktivitäten bis heute nicht mehr wegzudenken sind. Im Rahmen des ersten Wiesenfestes 1971 fanden sich ca. 25 Sportler ein, die in einem guten Spiel ihre Kräfte unter Beweis stellten.

 

Nach einem Freundschaftsspiel im April 1972, beschloss man für die Saison 1972/73 wieder eine 1. Seniorenmannschaft zu melden. Insgesamt wurden 4 Mannschaften gemeldet; neben der 1.Seniorenmannschaft eine gemischte A/B-Jugendmannschaft, eine C-Jugendmannschaft und eine D-Jugendmannschaft. Die Betreuung der jungen Leute übernahmen: Walter Schlemmer und Willibert Friederichs (A/B-Jugend), Willi Nelles und Peter Pfingsten (C-Jugend) und Otto Breuer (D-Jugend). Die Jugendmannschaften verzeichneten beachtliche Erfolge und das regelmäßige Training der Kameraden Otto Breuer und Willibert Friederichs trug erste Früchte. Lobend zu erwähnen ist besonders die Leistung der D-Jugend (10-12 Jahre). Diese Jungs schossen in der Saison 1973/74 insgesamt 95 Tore, spielten um die Kreismeisterschaft und wurden Kreis-Vizepokalsieger. Die gute Jugendarbeit hatte sich auch bei den Kreisübungsleitern rund gesprochen und mit Lothar Pfingsten (C/B -Jugend) und Walter Genzwürker (A-Jugend) wurden zwei talentierte junge Sportler in die Kreisauswahl berufen. Überhaupt ging ein allgemeiner Aufschwung durch die Reihen der Arminia. Der Vorstand hatte es verstanden, trotz geringer Mittel, die Geselligkeit zu fördern und die Kameradschaft zu festigen. Der Aufwärtstrend hielt an, als man erfreulicherweise mit dem Bau des neuen Sportlerheimes begann.

 

Seit dem Herbst 1974 wurde aber nicht nur Fußball bei der Arminia betrieben. Im September des gleichen Jahres wechselten 17 sporttreibende junge Damen vom TSV Blankenheim zur Arminia über und veranstalteten wöchentlich, unter vorturnerischen Kenntnissen von Marianne Friederichs und Ingrid Erharter, ihre Turnabende. Die Herren wollten dem schwachen Geschlecht nicht nachstehen und gründeten im November 1974 unter Leitung des Turnvaters Peter Vith eine Gymnastikgruppe.  Zum Abschluss der Saison 1974/75 folgte man einer freundlichen Einladung zum 30-jährigen Vereinsjubiläum des Sportclubs Union Spotive Poix (Frankreich). Im ersten Spiel des Tages wurde der Gastgeber Poix nach Elfmeterschießen besiegt. Vor gut 1000 Zuschauern konnte man gegen den Finalgegner Coucyle Chäteau zwei Tore vorlege. Die Abwehr wuchs in Drangperiode der Franzosen über sich hinaus, ehe der Sieg und die Sensation perfekt waren. Stolz nahm Hubert Hüllenkrämer den großen Siegerpokal entgegen und man feierte einen der größten Erfolge in der Vereinsgeschichte.

An dem schönen Erfolg waren folgende Spieler beteiligt: Martin Berlingen, Hubert Hüllenkrämer, Franz Hoffmann, Achim Breuer, Walter Genzwürker, Hermann-Josef Schmitz, Willibert Friederichs, Guido Steffens, Heinz Müller, Reiner Nelles, Erhard Steffens, Heribert Friesen und Günther Uedelhoven. Höher noch als der sportliche Erfolg stuften alles 47 Dabei Gewesenen die überwältigende Gastfreundschaft der Franzosen ein. Als sich der ein wenig stolze Vorsitzende Otto Breuer für die kaum zu überwiegende Gastfreundschaft mit den Worten bedankte:“ Nicht nur Berlin ist eine reise Wert, sondern auch Poix“ waren sich alle einig, dass man die freundschaftlichen Beziehungen zu den Sportlern aus der Picardie festigen sollte. Bürgermeister Toni Wolff, der mit der Arminia in Poix verweilte, hatte den richtigen Riecher, als er seinen Heimatverein in die Picardie entsandte. Die D-Jugend errang in der Saison 1974/75 unter Trainer Otto Breuer die Kreismeisterschaft.

 

Anlässlich des Wiesenfestes 1975 wurden die Mannschaft und ihr Trainer Otto Breuer vom Bürgermeister Toni Wolff für ihre Leistungen geehrt. Ein weiterer Höhepunkt des Festes war das Abschiedspiel des aktiven Otto Breuer. Viele Sportkameraden, die in den über 25 Jahren mit Otto Breuer gespielt hatten, folgten der Einladung des Routiniers und Kämpfers. 1976 veranstaltete die Arminia nach langer Zeit wieder ein Sportfest, bei dem der Bürgermeisterpokal ausgespielt wurde. Die „älteren Fußballer“ der DJK Arminia versammelten sich im März 1976 um eine „Alt-Herren-Mannschaft“ zu bilden. Nach mehreren Anläufen um den Aufstieg in die 2. Kreisklasse, gelang der 1. Mannschaft in der Saison 1976/77 mit 8 Punkten Vorsprung vor Lorbach klar der Aufstieg.

Einen besonderen Anlass zur Freude hatte unser Verein am 2. Juli 1977, als die neue Sportanlage eingeweiht wurde. Im Rahmen des Festprogramms verzeichnete man einen sportlichen Höhepunkt mit der Verpflichtung der Bundesligamannschaft Fortuna Köln, die im Hauptspiel auf TuS Zülpich traf.  Vom 4. bis 8. Juli 1979 feierte die Arminia 50-jähriges Vereinsjubiläum. Viel Gäste und Sportler waren der Einladung zum Runden Geburtstag gefolgt. Insgesamt 26 Sportkameraden wurden für 25-jährige und 40-jährige Mitgliedschaft geehrt. Viele aktive Fußballer erhielten die silberne Verdienstnadel des Fußballverbandes Mittelrhein. In der Saison 1980/81 konnte die Arminia einen großen Erfolg im Jugendbereich verzeichnen. Ungeschlagen mit 39 Punkten und 127:8 Toren wurde die C-Jugend der Arminia unter Hermann-Josef Schmitz ungeschlagen Meister.

Am 3.4.1982 wurde mit dem Bau des Sportlerheimes begonnen. In Eigenleistung mit 2.500 Stunden Arbeitseinsatz war Ende 1982 Richtfest. Anlässlich des Sportfestes 1983 segnete Pastor Dümmer unter Mitwirkung des Musikvereins das Sportlerheim ein. Im Jahr 1983 machte sich der Vorstand der SG Arminia erste Gedanken Tennisplätze in Eigenleistung zu erstellen. Im Frühjahr 1985 waren erste Gespräche über den Bau der Tennisplätze mit der Gemeinde.  Am 10.Mai 1986 errang die Alt-Herren-Mannschaft der Arminia anlässlich der Einweihung des Sportzentrum Finkenberg den Gemeindewanderpokal für AH-Mannschaften. Im September 1986 veranstaltete die SG Arminia gemeinsam mit dem Getränkevertrieb Handwerk die 1. Volksradfahrt. Am Start waren weit über 200 Radfahrer. Ein Jahr später führte man mit der Volksbank Blankenheim den 1. Volkswandertag durch. Im Februar 1987 wurde zwischen Vorstand und den Herrn Nelles, Baden und Henn ein Konzept zur Erstellung von Tennisplätzen überarbeitet. Am 27. März 1987 wurde die Tennisabteilung der SG Arminia gegründet. 51 interessierte erklärten am Abend der Gründungsversammlung ihren Beitritt zur neuen Abteilung. Nachdem ein Konzept über den Bau und Finanzierung stand, erfolgte am 16.05.1987 der Spatenstich. In den 2.760 Stunden und mit DM 87.826,29 Kosten waren die Plätze und die Außenanlagen dank vieler Helfer pünktlich zur offiziellen Einweihung fertig. Unter Beteiligung aller Ortsvereine wurde am 4. Juni 1988 die schöne Dreifeld Anlage – am Winkelbach offiziell eingeweiht. Mit der Einsegnung durch Pastor Ewald Dümmer, der betend und segnend die Felder abschritt, fand die Einweihung ihren Höhepunkt.

Vom 30.Juni 1989 bis 2. Juli 1989 feierte die SG Arminia ihr 60-jähriges Bestehen. Viele Sportkameraden wurden für 25- jährige und 50- jährige Mitgliedschaft geehrt. Silberne und Goldene Verdienstnadeln verlieh der Fußballverband an verdiente Fußballer. Ausgerechnet im Jubiläumsjahr stieg die 1. Mannschaft in die Kreisliga C ab, schaffte aber 1990 den Direktaufstieg wieder in die Kreisliga B. Auch im Jugendbereich war man wieder aktiver. Unter Stefan Klaßen wuchs eine neue D-Jugend heran.

 

1990 bis 1999

In der Tennisabteilung fanden annähernd 40 Jugendliche eine sportliche Betätigung unter Jugendwart Hans Henn. Aktivitäten entwickelten sich ab 1990 in der Völkerballabteilung. Anlässlich der Sportfeste in den folgenden Jahren wurden mehrere Volkerball- Turniere in Blankenheimerdorf ausgetragen. Nachdem die 1. Seniorenmannschaft 1990 den Direktaufstieg in die Kreisklasse B geschafft hatte, gelang ihr am 12. Mai 1991 mit dem Aufstieg in die Kreisklasse A der größte Erfolg in der Vereinsgeschichte. Trainer der Erfolgsmannschaft war Helmut Poensgen. In den achtziger Jahren wurde die Mannschaft von Heinz Müller und Elmar Friederichs trainiert. Im Jugendbereich löste Paul Poensgen Stefan Klaßen ab. Mit dem Aufstieg der 1. Mannschaft erklärte am gleichen Tag der langjährige 1. Vorsitzende Otto Breuer seinen Rücktritt aus persönlichen Gründen. Für den Verein ein großer Verlust, da er seit 1954 den Verein mit geprägt hatte. Seit 1972 war er ununterbrochen 1. Vorsitzender. Unter seiner Führung wurde der neue Sportplatz erbaut. Maßgeblichen Anteil hatte er beim Bau des Sportlerheimes und der Tennisplätze. Der verbleibende Vorstand war sich einig „Es muss weiter gehn“. Für den 17. Juli 1991 wurde eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen. Manfred Barth trat die Nachfolge von Otto Breuer als 1. Vorsitzenden an. Bevor die Saison für die 1. Mannschaft in der Kreisklasse A losging, legte Helmut Poensgen den Trainerposten nieder. Er wollte ein Zeichen setzen, da den meisten Spielern der Ehrgeiz und der Trainingsfleiß fehlten. Stefan Klaßen übernahm den Trainerposten. Die Mannschaft stieg 1992 leider wieder in die Kreisklasse ab. Die C-Jugend unter Paul Poensgen wechselten 1993 zu einer Spielgemeinschaft FC Dollendorf-Ripsdorf / FC Oberahr / SG Blankenheimerdorf und wurden 1993 Kreismeister in der B-Jugend.

 

Im Jahr 1993 begann die neue „Jugend-Ära“ bei der SG Arminia Blankenheimerdorf. Roland Wolff und Jürgen Harm gingen an die Grundschule und förderten wieder junge Fußball-Talente. Anlässlich des Sportfestes 1993 „am Feuerwehrturm“ präsentierten sich die F-Jugendlichen und feierten im ersten Spiel Ihren ersten Sieg. Ein Jahr später kam eine E-Jugend unter Lothar Jentges und Ingo Herr hinzu.  Mit Helmut Poensgen konnte ein erfahrener Jugendobmann gewonnen werden, der große Erfolge bei den Sportfreunden 69 nachweisen konnte. Jetzt wuchs von Jahr zu Jahr die Zahl der jugendlichen Fußballer und Mannschaften. Unter den rührigen Trainern wurde viel für die Jugend organisiert; z.B. Besuch von Bundesligaspielen, World-Team-Cup Tennis in Düsseldorf, Zeltlager und vieles andere. Personell ging es im Seniorenfußball bergab. Ohne eine Eingliederung an eine andere Fußball-Seniorenmannschaft oder eine Fusionierung wäre es das Ende des Seniorenfußballs in Blankenheimerdorf gewesen. Der Vorstand machte sich erste Gedanken und man kam mit dem benachbarten und befreundeten Sportverein DJK Mülheim überein Verhandlungen über eine Fusionierung aufzunehmen. Nach zahlreichen Gesprächen in Blankenheimerdorf und Mülheim wurde am 03.03.1995 zur Gründerversammlung der Fusion SG Blankenheimerdorf- Mülheim eingeladen. Einstimmig wurde von den Gründervereinen Blankenheimerdorf und Mülheim in ihren Jahreshauptversammlungen die Fusion angenommen. Vorsitzender der Fusion wurde Willibert Friederichs von der SG Arminia. Im Rahmen des Sportfestes beendeten die Fußballkameraden Matthias Junker und Kurt Bernhardt Ihre Karriere und luden den seit Jahren befreundeten SV Roth zum Abschiedsspiel ein.

In der Jahreshauptversammlung 1997 löste Matthias Junker Manfred Barth als 1. Vorsitzenden ab, der auf eigenen Wunsch wegen Arbeitsüberlastung nicht mehr Kandidieren wollte.  Im September 1997 feierte „Arminia Tennis“ ihr 10- jähriges Bestehen und die Einweihung des Clubhauses. Unter dem 1. Vorsitzenden Erwin Nelles konnten als Gäste Bürgermeister Franz Kaspers, Gemeindedirektor Hans Henn, Ortsvorsteher Erwin Auel, Kartellvorsitzender Heinz Lohbrandt, sowie Abordnungen der “ Dörfer Vereine“ begrüßt werden. Pfarrer Schulpen segnete unter Anwesenheit zahlreicher Gäste und Mitglieder das Clubhaus ein.

Anlässlich des Sportfestes fand ein großes Jugendturnier mit 60 Mannschaften und annähernd 400 jungen Fußballern statt. Im Jubiläumsjahr wurden die 2. F-Jugend-Mannschaft unter den Trainern Frank Bertram, Karl Heinz Weiler und Gerald Spieß, sowie auch die 2. E-Jugend-Mannschaft unter Ralf Betram und Markus Auel, Staffelsieger. Im Jubiläumsjahr steht der Verein zukunftsorientiert mit 329 Mitgliedern, davon allein 140 Jugendliche, vor der Jahrtausendwende.

 

2000 bis heute

Die Inhalte werden zurzeit erarbeitet. Hier nur in Kürze die jeweiligen Vorsitzenden der SG Arminia Blankenheimerdorf 1929 e.V..

1997 bis 2004 Matthias Junker

2004 bis 2006 Ralph Neuwaldt

2007 bis 2008 Lothar Gentz

2009 bis 2011 Christian Niessen

2011 bis 2015 Helmut Poensgen

2015 bis heute Sebastian Jentges

 

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