Damenturnriege I

Aus Anlass des 40-jährigen Bestehens der Damenturnriege Bratschen hat Anneliese Kaufmann einige Zeilen und Bilder als Erinnerung an damalige Zeiten zusammengetragen.

Einige Frauen aus Blankenheimerdorf fuhren montags nach Blankenheim in die Weiherhalle zum TSV turnen. Anfang der 70ziger Jahre schlossen wir uns der damaligen DJK Blankenheimerdorf  an und turnten nun in einem Raum der alten Schule. Vorturnerin war Marianne Friederichs, unsere Mim. Unser Motto war von Anfang an  Sport und Spaß. Bald überlegten wir, dass wir einen Namen für unsere Turnriege brauchten. Bei einer fröhlichen Feier nach dem Turnen, die immer in unseren Vereinsgasthaus Hotel Friesen stattfand, erdachten wir nach langer Überlegung, dass wir uns die Bratschen nennen sollten.

Als die oberen Räume der alten Schule von Asylbewerbern bewohnt wurden, haben wir im Keller fleißig weiter geturnt. Im Sommer nutzten wir auch öfter den damals neuen Trimmpfad am Russenkreuz. Die Hütte am Russenkreuz und der Grillplatz, der heute zugewachsen ist, werden uns immer in toller Erinnerung bleiben. Was haben wir da für schöne Heckenfeste gefeiert. Unsere Wanderungen z.B. nach Reetz, Schmidtheim, Jünkerath, Nettersheim und Eichenbach, wo wir einmal sogar übernachteten, bleiben uns immer in Erinnerung. Oder an unsere  fröhliche Rotweinwanderung, die wir in unseren mittlerweile selbstgestrickten gelben Jacken erlebten, erinnern wir uns voller Freude.

 

Bei allem Spaß wurde aber montags eifrig geturnt. Da gab es bei Mim kein Pardon, sodass wir auf das Wort entspannen oft sehnlichst warteten.  Unsere Mitgliederzahl wuchs von Jahr zu Jahr. Da wir zu „fünft“ 1938 geboren sind, feierten wir alle runden Geburtstage zusammen. Das erste große Fest war die 200 Jahr Feier.

Dieses Fest feierten wir 2 Tage in Annemie´s Garten. Als wir „50“ wurden, fuhren wir auf einem schön geschmückten Wagen durch die Natur. Abends wurde im Sportlerheim gefeiert. Leider verabschiedete sich Mim aus unserer Runde.  Bald fanden wir mit Petra Nill eine kompetente Nachfolgerin als Trainerin. In dieser Zeit studierten wir mit Petra einen schönen Tanz ein, den wir zu Ingrids 50-zigstem Geburtstag im Schützenhaus vorführen wollten. Da wir vorher aber noch bei Thea eingeladen waren und fleißig der Schlammbowle zugesprochen hatten, wurde unser Tanz für alle  Anwesenden zum unvergesslichen Erlebnis. Unseren 60-zigsten Geburtstag feierten wir „5“ dann in einem Zelt in unserem Garten. Leider wurde die Mitgliederzahl in unserem Verein immer kleiner. Manche konnten aus Altersgründen nicht mehr turnen. Und leider, leider sind auch einige verstorben. Als Petra zu unserer Enttäuschung wegzog, übernahm Carry Krings die Leitung. Worüber wir sehr froh waren. Weiter mussten einige aus Krankheitsgründen aufhören. Heute bin ich die letzte Bratsche die immer noch turnt.

 Januar 2014 – Anneliese  Kaufmann